DrachenChronik

Mittwoch 02. März 2022

Allgemeinverfügung Schanzenlos

Social Media

TikTok:
Fans: 135.500
Likes: 933.200
Steam:
Level: 96
YouTube:
Abos: 185.000
Views: 16.869.683

Wetter in Nürnberg

Temperatur (min):
-5 °C
Temperatur (max):
11 °C
Wolken:
0%

Rainer Style

Schanze geräumt

Arbeiter entrümpelten mit schwerem Gerät die Schanze.

Tags: Schanze  


02,03,22: Sklavenalltag

altschauerberganzeiger.com - 03. Mär 2022 08:33:27

“Die Schnitzeljagd der Hater läuft nicht besonders erfolgreich.”


Als erstes Lebenszeichen an Tag 3 seiner Obdachlosigkeit postete unser ruheloser Reisevlogger am Mittag in seiner YouTube-Story ein Bild mit der Aufschrift “Frühstück rastplatz in Zürich”, auf dem er eine doch recht heimisch anmutende Laugenecke verspeist.

Selbstverständlich wurde Rainerle kurz darauf auch schon wieder gesichtet:

Zunächst an einer Tankstelle in Gößweinstein und später kurvte er ziellos (nur etwa 13km von Emskirchen entfernt) durch die Weltgeschichte.

Ich denke, dieses geniale Täuschungsmanöver kann man reinen Gewissens als “gescheitert” abhaken.


Apropos “gescheitert” - in der Nacht erschien schließlich auch noch ein neuer Vlog mit dem Titel “war wohl nix”, in dem ein großspuriges Vergangenheitsrainerle sich kurz nach der Ankunft im Hotel in Frankfurt meldet und über seine Pläne für die nächsten Tage spricht:

  • Wir sehen ein breit grinsendes und vor sich hin kicherndes Rainerle auf strahlend weißer Bettwäsche liegen: “Kennt ihr des? Dieser Moment, wenn ihr euch zurücklehnt, wenn ihr geduscht seid, in sauberen Laken liegt und denkt: ‘Alter, des war’s für heude, ich beweg’ mich keinen Millimeter mehr?’ Genau so fühl’ ich mich grade.” (Nicht mehr lange, wie wir ja inzwischen wissen, lel.)
  • Wir erhaschen einen Blick auf den Fernseher, auf dem ein virtuelles Kaminfeuer für gemütliche Stimmung sorgt.
  • Seinen Laptop hat er natürlich schon “aufgebaut”.
  • Das Bett ist ihm doch “ein bisschen zu weich”.
  • “Ich bin grad’ im Motel One in Frankfurt … äh … die Hater speggulier'n scho’ widder rum, wo ich bin. Des Video kommt natürlich erst zwei, drei Tage, nachdem ich schon nicht mehr in Frankfurt bin, aber die Hater sind kleine Witzfiguren.” (Dieses Video ist wirklich nicht gut gealtert.)
  • “Sie ham zwischendurch wirklich gedacht, ich bin in Frankfurt, nur dass die Komiker dann des gleich widder dementiert ham und dachten, ich bin nicht in Frankfurt. […] Die dachten, ich bin in der Nähe von Frankfurt … Römerberg oder so.”
  • “Die Schnitzeljagd der Hater läuft nicht besonders erfolgreich.” (Ob Zukunftsrainerle das wohl auch noch so sieht?)
  • “Ich bin noch 'n bisschen nervös.” Er hat nämlich immer “das Gefühl”, auf seine Kameras aufpassen zu müssen, doch die befinden sich ja sicher in seinem Lagerraum: “Bis auf eine, aber … da war ich zu faul, die abzumachen, die gehört jetzt der Gemeinde, können die mit machen, was se möchten. Werden se wahrscheinlich eh wegschmeißen. Vielleicht bewahren se se auch auf und geben se mir irgendwann.” (Das werden sie mit dem zurückgelassenen Topf voller Essen sicher auch tun.)
  • Rainerle überlegt, was sein nächstes Ziel sein wird, denn ihm steht nun “die ganze Welt offen”.  (Deswegen hat es dich auch schon längst wieder zurück in heimische Gefilde verschlagen, was?)
  • Sein Hotelzimmer in Frankfurt hat er “bis Donnerstag […] gebucht” und morgen möchte er den “Tiergarten in Frankfurt” besuchen.
  • “Frankfurt is’ ja, glaub’ ich, in Hessen. Ich kenn’ mich geologisch immer ned aus.” (Ja, das merkt man!)
  • “Selbst wenn sie wüssten, wo ich bin, wüssten sie nicht, in welchem Hotel ich bin.” (Aber nicht vor jedem Hotel steht ein blauer Ford Ranger mit deinem Kennzeichen.)
  • Eigentlich hatte er sogar überlegt, nach Köln zu fahren, doch das ist ihm momentan “ein bisschen zu heißes Pflaster”.
  • “Ich denke, irgendwann wird’s mit den Hatern auch 'n bisschen besser, weil … wenn sie nicht mehr wissen, wo ich bin und wenn sie mir nicht mehr zuhause nachrennen können und so weider …” (Wenn du dich da mal nicht irrst.)
  • Er hofft, dass seine Videos “gude Aufrufe bekommen”.
  • Rainerle freut sich über das Hotel-WLAN, das es ihm ermöglicht, seinen Anime zu schauen.
  • Während seiner Abwesenheit, wenn er im Tiergarten ist, wird er das “Bitte nicht stören”-Schild aufhängen, weil er nicht möchte, dass “jemand im Zimmer rumfummelt”, wenn er “nicht da” ist. (Scho’ a weng paranoid, oder?)
  • Die Tablets und den Laptop wird er sowieso immer mit sich führen.
  • “Eigentlich wollt’ ich 'n Livestream machen, wie ich wegfahr’ von zuhause … ähm … aber ich hatte Angst, dass ich mich verplapper’.” (Naja, so konntest du dich wenigstens ein paar Stunden der Illusion hingeben, endlich deine Ruhe zu haben.)
  • Nach Frankfurt möchte er gerne an die “Nordsee”, also wird er wahrscheinlich Hamburg ansteuern. (Oder auch nicht.)
  • “Ich hab auch noch 'n paar Freunde quer über Deutschland verteilt, die werd’ ich nach und nach auch mal 'n bisschen besuchen.” (Wissen diese sogenannten Freunde das auch?)
  • “Ich würde ja zu gerne meine Ex-Freundin in Berlin besuchen, aber ich weiß gar nicht, wo sie wohnt.” (Ach, RAINERLE. Ich BITTE dich.)
  • Gleich wird er ein paar Chips verspeisen, die er sich eigentlich für seinen letzten Abend in der Schanze gekauft hat.
  • “Ich hadde gestern zwei Döner und dann war ich einfach voll.”
  • Heute hat er “nur ein Sub” gegessen und sonst nichts.
  • Er möchte zeitig ins Bett gehen, damit er morgen früh aufstehen kann.
  • “Ich bin gespannt, wann ich das erste Mal in einem Zimmer bin, wo nebendran gevögelt wird.” (Das sind die Gedanken, die man sich als frischgebackener Obdachloser so macht.)
  • In der Innenstadt wird er sich wohl nicht aufhalten können. (Du kannst dich generell so gut wie nirgendwo unerkannt aufhalten.)
  • Einen Livestream aus dem Hotel wird es - wenn überhaupt - erst am letzten Abend geben und dann auch nur mit einem weißen Hintergrund, “damit man das ned erkennt”.
  • “Ich fühl’ mich hier richtich wohl. Die Dusche is’ vor allem cool.” (So viel Sauberkeit bist du nach Jahren zwischen Müll und Schimmel wohl gar nicht mehr gewohnt.)
  • Rainerle ist fasziniert von einem Lichtschalter neben dem Bett.
  • “Mein erster Tag in Freiheit. Mal schauen, wie lange die Freiheit Freiheit bleibt, bevor sie widder zum Sklavenalltag wird.” (Zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich noch ungefähr eine Stunde.)
  • “Ab dieser Woche” soll es wieder mehr Videos geben.
  • Tschötschö.

Ach, Vergangenheitsrainerle … wenn du nur wüsstest …

image

Wenn es nicht eigentlich so verdammt traurig wäre, was der Traum vom Leben als YouTubestar aus dir gemacht hat, könnte man wirklich tagelang über deine Blödheit lachen.

Anstatt, dass du wenigstens jetzt, nachdem du gemerkt hast, dass du, egal wo du gehst und stehst, umgehend erkannt wirst, mal die Füße stillhältst, musst du natürlich direkt wieder mit dämlichen Täuschungsversuchen um die Ecke kommen und mit einem Vlog, der beweist, wie sehr dein Plan bisher nach hinten losgegangen ist, zusätzlich Öl ins Feuer gießen.

Wie wäre es denn damit, einfach ein paar Tage oder Wochen komplett offline zu bleiben?

Aber das kannst du natürlich nicht, weil du die Aufmerksamkeit wie die Luft zum Atmen brauchst …

… und irgendwie muss der Tank ja auch voll werden …

Vergrößern

Upload
Bild hinzufügen

Video hinzufügen